Haus Sandgathe ist ein verputztes Fachwerkhaus im Stil des Klassizismus. 1807 mit Stallungen und Schankstube errichtet, erinnert das Haus in seinen Ursprüngen an das vorindustrielle Ahlen, das eine Ackerbürgerstadt war. 1880, zur Zeit der Ersten Industrialisierung Ahlens durch den Strontianitabbau, als tausende Arbeiter zuzogen, kam das Gebäude in Besitz der Wirtsleute Sandgathe, die 1911 den Saal anbauen ließen. Damals, nach dem Ende der „Strunzzeit“, blühte die metallverarbeitende, auf die Herstellung emaillierte Geschirre spezialisierte Industrie auf. Diese zweite Phase der Industrialisierung war zudem durch die Erschließung der Steinkohlevorkommen und neuerliche Zuwanderung aus Westfalen, Ostdeutschland und dem Ausland geprägt. Heute wird der Saal Sandgathe zuvorderst von der Schule für Musik im Kreis Warendorf und der Kulturgesellschaft der Stadt Ahlen genutzt.
In Kooperation mit der Stadt Ahlen