St. Ludwig ist als „die Kirche mit dem roten Punkt“ bekannt. 1950 bis 1952 nach Plänen des Duisburger Architekten Walter Kremer errichtet, wurde ihr Innenraum, ein flach gedeckter Wandpfeilersaal mit seitlichen Rundbogennischen, 1971 renoviert. Dabei passte der münstersche Architekt Dieter G. Baumewerd den Chorraum den neuen liturgischen Erfordernissen des Zweiten Vatikanischen Konzils an. Auf Vorschlag Baumewerds bekam Rupprecht Geiger den Auftrag zur Gestaltung des Altarraums und malte ein 6 mal 6 Meter großes „Gerundetes Rot“ mittig auf die Chorrückwand. Nach Plänen Winfried Heggers wurde der Altarraum weiß gefliest, Altar, Priestersitz, Ambo, Leuchter und Stehkreuz wurden aus Edelstahl und Acrylglas gefertigt. 1996, als seine Farbe zu verblassen drohte, ersetzte Geiger den alten durch einen neuen Roten Punkt in einem flammenden Pink. Der Punkt dominiert den Kirchenraum, ist „voller Spannung und Kraft“. Für die Katholiken weist er auf eine spirituelle Dimension, ist „Symbol für Auferstehung, Licht der Welt und pulsierende Energie“ (Kirchenführer).
In Kooperation mit der Kath. Kirchengemeinde St. Mauritius, Ibbenbüren