Do 30. Juli 2026 19:30 Uhr
Oelde Haus Geist
27 €, erm. 23 €

Cuarteto Repentino

© Hanna Tanska

Eine Weltreise in Tänzen, ein virtuoses Spiel ohne Grenzen. Hits aus Klassik, Latin und Jazz, berühmte Kunsttänze, macht das Cuarteto Repentino zu neuer Weltmusik – in originellen Arrangements für seine außergewöhnliche Besetzung.

Es zündete, als die Vier das erste Mal zusammen spielten. Augenblicklich, spanisch repentino, swingte man überein. Russe und Ukrainerin, Bolivier und Kosovare: vier Musiker:innen aus vier Kulturen entdecken einander in ihrer Verschiedenheit, inspirieren sich wechselseitig und (er)finden ihre ganz eigene musikalische Sprache.

„Dancing the World“ – viele Länder und Musikstile durchtanzt das Cuarteto Repentino. Schöpfte Brahms aus der ungarischen und Tschaikowski aus der russischen Folklore, so verwandelt sich Repentino die Kunsttänze dieser und anderer Klassiker sowie Milhauds tänzerische Suite an. Mit Alexander Tsfasmann, Jazzpionier in der Sowjetunion, swingen die Vier russisch à la Benny Goodman, die Akkordeon-Paraphrase eines ukrainischen Volkslieds von Viktor Vlasov polieren sie auf und berührend aktualisieren sie drei Kunsttangos unterschiedlicher Idiome: den kühl-stilisierten Tango, den der Immigrant Stravinsky 1940 in den USA schrieb; den irritierend-abgründigen Irrenhaus-Tango des Deutsch-Russen Alfred Schnittke, ein musikalisches Gesellschaftsbild von 1990 zur Hamburger Inszenierung von Horváths„Geschichten aus dem Wiener Wald“ (1931); außerdem Piazzollas urban glühenden Tango Nuevo „Primavera Porteña”über den Frühling in Buenos Aires.

Mediterrane und lateinamerikanische Leichtigkeit, dazu Humor spielt das Cuarteto Repentino mit Milhaud aus, den die Provence, wo er aufwuchs, und seine Jahre in Brasilien prägten. Melodie und Gegenmelodie begegnen sich in seiner jazzigen Suite, in diversen Rhythmen und unterschiedlichen Tonarten, so dass ein schillernder Klang und ein tänzerischer Vorwärtsdrive entstehn. Volksmusikalisch-spaßig, verspielt-spielerisch der dritte Satz „Jeu“, Anklänge an Schlager im lustig-quirligen Finale. Zum Konzertschluss vibriert die „Brazileira“ Milhauds, ein Kehraus aus Samba und Choro, der einlädt zum Mitsummen und -tanzen.

Mitwirkende

Cuarteto Repentino

Ekaterina Baranova Violine Drilon Ibrahimi Klarinette Ruslan Maximovski Akkordeon Erick Paniagua Bass

Programm

Dancing the World – Tanze die Welt

Johannes Brahms (1833–1897): Ungarischer Tanz Nr. 1

Pjotr I. Tschaikowski (1840–1893): Russischer Tanz aus dem Ballett „Schwanensee“

Alexander Tsfasmann (1906–1971): Intermezzo 

Pablo de Sarasate (1844–1908): Zigeunerweisen

Viktor Vlasov (*1936): Paraphrase über ein ukrainisches Volkslied

Darius Milhaud  (1892–1974): Suite op. 157b

Igor Stravinsky (1882–1971): Tango

Alfred Schnittke (1934–1998): Tango im Irrenhaus

Astor Piazzolla (1921–1992): Primavera Porteña 

Darius Milhaud (1892–1974): Brazileira

Haus Geist

59302 Oelde
Haus-Geist-Weg 10

Eingebettet in das Naturschutzgebiet „Geisterholz“ liegt Haus Geist in der Bauerschaft Ahmenhorst bei Oelde. Das Wasserschloss im Stil der Lipperenaissance (16. Jh.) und des Barock 18. (Jh.) war im 17. Jh. eine Niederlassung der Jesuiten, nach der Auflösung des Ordens fielen Landgut und Haus 1773 an das Hochstift Münster, die Einkünfte gingen an den „Studienfonds“ zum Unterhalt der Universität Münster. Mit der Säkularisierung wurde 1803 der preußische Staat Rechtsnachfolger des Hochstifts, der es 1884 an Familie Pellengahr verpachtete. Heute ist die Familie Pellengahr-Gröblinghoff Eigentümerin von Haus Geist und bewirtschaftet die Hofanlage und umliegenden Ländereien. Das Getreide ist die Grundlage für das auf dem Betrieb produzierte und regional vertriebene Pferdemüsli. Haus Geist kann zudem als Veranstaltungslocation gebucht werden.

In Kooperation mit Familie Pellengahr-Gröblinghoff, Haus Geist, und Forum Oelde

www.haus-geist-oelde.de

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