Fr 21. August 2026 19:00 Uhr
Wadersloh-Liesborn Museum Abtei Liesborn
22 €, erm. 19 €

Giorgi Kalandarishvili & Anna Kaczmarek-Kalandarishvili

© Kalandarishvili

Giorgi Kalandarishvili und Anna Kaczmarek-Kalandarishvili sind „im Fluss mit Bach“: im Strom der Musik, des Lebens, in einem Flow, der trägt. Denn Johann Sebastian Bach inspiriert, über die Zeiten hinweg. So ist es kein Wortspiel, wenn die beiden Bach „eine lebendige Quelle“ nennen, „die niemals versiegt“.

Hochgestimmt, festlich-heiter, voller Tempo und Energie das Präludium aus Bachs E-Dur-Partita für Solovioline. Dagegen setzt Kalandarishvili den langsamen Satz aus der Flötensonate des Bach-Sohns Carl Philipp Emanuel, der zu Lebzeiten berühmter war als sein Vater. Ob die Oboe die schmerzliche Melodie wohl noch empfindungsvoller singt als die Flöte, für die das Stück ursprünglich komponiert wurde?

Von beiden Bachs lernte Mozart. In seiner Oper „Die Zauberflöte“ erinnert u.a. ein streng fugierter Choral an Sebastian. Über Emanuel, der die Barockmusik seines Vaters auf Empfindsamkeit und Klassik hin „überwand“, bemerkte der Salzburger: „Er ist der Vater, wir sind die Bubn. Wer von uns was Rechts kann, hats von ihm gelernt.“

Von Bach-Vater besessen zeigt sich Eugène Ysaÿe in „Obsession“ mit Zitaten aus Bachs E-Dur-Partita. Zudem nimmt der Belgier in seiner Solosonate für Violine den „Dies irae“-Choral aus der katholischen Totenmesse auf. Ebenfalls Musik aus Musik: In „Alpensplitter“ erweckt Anatol Stefan Riemer Motive und Themen aus Strauss’ „Alpensinfonie“ zu neuem Leben.

Mit der Sinfonia aus J. S. Bachs Kantate „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ feiern Oboe und Violine zum guten Schluss das Leben und die Musik – als ein Stirb-und-Werde, einen sich immer erneuernden lebendigen Strom. Giorgi Kalandarishvili ist Solooboist des Sinfonieorchesters Münster und unterrichtet an der dortigen Musikhochschule. Als Kammermusiker und Solist konzertiert er in Europa, Asien, Südamerika. Anna Kaczmarek-Kalandarishvili, Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, ist Mitglied des Sinfonieorchesters Münster. Solistisch und als Kammermusikerin gastiert sie in Europa, Südkorea, Kanada, Tunesien.

Mitwirkende

Giorgi Kalandarishvili Oboe Anna Kaczmarek-Kalandarishvili Violine

Programm

Im Fluss mit Bach

Johann Sebastian Bach (1685–1750): Preludio. Aus: Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur, BWV 1006

Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788): Poco Adagio. Aus: Flötensonate a-Moll, Wq. 132

Wolfgang A. Mozart (1756–1791): Ausschnitte aus: Die Zauberflöte

Eugène Ysaÿe (1858–1931): Obsession. Aus: Sonate für Violine solo, op. 27, Nr. 2

Anatol Stefan Riemer (*1970): Alpensplitter, nach der Alpensinfonie von Richard Strauss

Johann Sebastian Bach: Sinfonia aus der Kantate „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“, BWV 156

Das Museum ist für Konzertkarteninhaber bis 18:45 Uhr geöffnet.

Museum Abtei Liesborn

59329 Wadersloh-Liesborn
Abteiring 8

Das Museum Abtei Liesborn befindet sich in der barocken Abtresidenz der ehemaligen Benediktinerabtei. Im 9. Jh. als Damenstift gegründet, 1130 in ein Männerkloster der Benediktiner umgewandelt, wurde das Kloster 1803 im Zuge der Säkularisation durch das Königreich Preußen aufgehoben. Die Sammlung des Hauses umfasst viele Bereiche der regionalen Kunst und Kulturgeschichte, darunter mehr als 800 Kreuze und Kruzifixe vom 6. Jh. bis heute. Das zentrale Objekt der frühen Abteigeschichte ist das Liesborner Evangeliar, eine prachtvolle Pergamenthandschrift von ca. 980. Neben der Dauerausstellung finden Sonderausstellungen mit Rahmenprogramm statt. Der Museumsanbau wurde im Rahmen der REGIONALE 2004 errichtet.

In Kooperation mit dem Museum Abtei Liesborn und dem Kreis Warendorf

www.museum-abtei-liesborn.de

www.kreis-warendorf.de