48151 Münster
Hermannstadtweg 9

Atelier Rosenthal

Andreas Rosenthals Atelier befindet sich seit über 40 Jahren im ehemaligen Hochbunker am Hermannstadtweg, der, heute im Eigentum der BImA, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, noch andere Ateliers, Probenräume und Werkstätten beherbergt. Alle Hochbunker in Münster sahen unterschiedlich aus, denn jeder wurde von Edmund Scharf (1896–1983), dem NS-„Entwurfsarchitekten für besondere Aufgaben“, als ziviles Gebäude getarnt. Der ca. 7 m hohe Bunker mit 2 m dicken Wänden wurde 1941/42 gebaut, das Satteldach jedoch nicht fertiggestellt, die Fassade nicht verkleidet. Sie hätte Wandmalereien im Heimatschutzstil tragen sollen. Im Inneren des 1943 freigegebenen Rohbaus waren „sämtliche Einbauten erfolgt inklusive einer Trafostation (…), die auch die Stromversorgung der umliegenden Siedlung sicherstellte. (…) Das Gebäude besaß 106 Räume, erschlossen durch einen 1,50 m breiten durchlaufenden Mittelgang, wovon 72 Räume mit 483 Liege- und 288 Sitzplätzen den Schutzsuchenden zur Verfügung standen.“ Seit Anfang der 1950er Jahre wird der Bunker zivil genutzt. „Durch gezielte Sprengungen bekam er zehn zusätzliche Eingänge und 45 Fenster. Die Kleinbetriebe (Milchmann, Schuhmacher, Friseur, Heißmangel, Kneipe etc.), die sich im Bunkergebäude ansiedelten, bildeten für die angrenzenden Wohngebiete ein Versorgungszentrum.“ Auf Initiative von Elke Stücke befinden sich seit 1980 in dem Bunker, der damals verklinkert wurde, Werkstätten und Ateliers. (Vgl.: Michael Fehlauer, Stefan Rethfeld: Hochbunker in Münster. 2013. www.muenster-modell.de/wp-content/uploads/2020/08/Bunker_Broschüre_web.pdf)

In Kooperation mit Andreas Rosenthal.
www.andreas-rosenthal.de