Do 14. Juli 2022 20:00 Uhr
Drensteinfurt St. Pankratius Rinkerode
20 €, 15 € erm.

Linos Ensemble

Klavierquintette

Famose Gestaltungskraft, Perfektion und Wagnis, Klarheit und Enthusiasmus, Sanglichkeit, Schönheit: seit mehr als 40 Jahren begeistert das Linos Ensemble Publikum und Kritik.

1977 benannten die Musiker:innen ihr neues Ensemble nach Linos, dem mythischen Sänger. Der hatte, wie sein Bruder Orpheus, den Vater beerbt: Apollon, den Gott der Kunst, vor allem des Gesangs, den Gott des Lichtes, des Maßes und der Heilung. Linos’ Mutter war Kalliope, die Schönstimmige, die älteste und weiseste der Musen. Und die „Sänger:innen“ schlossen sich W. Furtwängler an: „Ich kämpfe gegen das Konstruierte, das Ungestaltete, das Abgestorbene in der Kunst.“ Diesen „Gründungsgestus von erfrischender Neugier, unkonventionellem Impetus und Traditionskritik“ (Stuttgarter Nachrichten) hat sich das Linos Ensemble bis heute erhalten.

Linos präsentiert klassische Quintette für Klavier und Bläser, dazwischen ein Trio d’anches, ein Rohrblatt-Trio für Oboe, Klarinette und Fagott. Für diese erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erfundene Gattung schreibt der französische Neoklassizist „lais“ in Anlehnung an alte freie lyrische Formen und greift mit seinen „virelais“ eine populäre Lied- und Tanzform des Mittelalters auf. Im Klavierquintett des erst 22-jährigen Engländers Gustav Holst scheinen Mendelssohn und Wagner durch, dramatisch der langsame Satz, das abschließende Allegro singt heiter und tanzt. Mozart experimentierte – und erfand mit seinem KV 452 das Genre des Quintetts für Klavier und Bläser. Unentwegt geht es darin zwischen ihnen hin und her: „hinspielen, übernehmen, zurückspielen, wieder übernehmen, anders weitergeben. Das sind ganz große Momente …“  (H. J. Schellenberger). Tritt der junge Beethoven in seinem Quintett mit Mozart in Wettstreit? Trotz Anklängen an Mozarts Opern findet er einen neuen Ton. Schroff setzt er Akzente, bringt das Klavier raumgreifend-kraftvoll mit den Bläsern in Dialog, als wären sie Klanggruppen eines Orchesters.

Besetzung

Linos:
Kersten McCall Flöte Kai Frömbgen Oboe Rainer Müller-van Recum Klarinette Frank Forst Fagott Paul van Zelm Horn Konstanze Eickhorst Klavier

www.linos-enmseble.de

Programm

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Quintett Es-Dur op. 16, für Klavier, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn

Gustav Holst (1874–1934)
Quintett a-Moll op. 3, für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott

Maurice Thiriet (1906–1972)
Lais et Virelais, für Oboe, Klarinette, Fagott

Wolfgang A. Mozart (1756–1792)
Quintett Es-Dur KV 452, für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

St. Pankratius Rinkerode

48317 Drensteinfurt
Sankt-Pankratius-Kirchplatz

Gottfried Laurenz Pictorius (1663–1729), der auch Schloss Nordkirchen entwarf, baute die barocke Saalkirche in Rinkerode 1721–1724. Den Kirchensaal unterteilen Kreuzrippengewölbe und bemalte Gurtbögen, bemerkenswert der barocke Hochaltar und der Triumphbogen. Die Orgel des münsterschen Orgelbauers Friedrich Fleiter von 1883 hat einen Prospekt aus dem 18. Jh., auf dem der Harfe spielende König David thront.

In Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Regina www.katholische-kirche-drensteinfurt.de