Sa 20. August 2022 19:30 Uhr
Münster-Handorf St. Petronilla
20 €, 15 € erm.

Open Chamber Berlin & Wu Wei

East Meets West

Open Chamber: der Name weist auf das offene Zimmer, den Probenraum mit Flügeltür, die offen steht, sperrangelweit, einladend, in der Musikmetropole und Vielvölker-Weltstadt Berlin. Open Chamber: der Name ist auch Programm. Denn exzellente Virtuos:innen treffen sich dort, um „offene Kammermusik“ zu machen – Musik, die Schwellen und Grenzen übertritt, Konventionen übersteigt. Sie kommt aus der Tradition ebenso wie aus dem Heute, aus hoher Könnerschaft und Wissen ebenso wie aus dem Geist der Freiheit und der Improvisation, den man zu allen Zeiten schätzte. Die Jahrhunderte, die Kulturen und die Sprachen der Interpret:innen, der Klang ihrer Instrumente verschmelzen in solch offener Kammermusik zu einem Neuen. Mit dem Sheng-Virtuosen Wu Wei ist, was entsteht, ein Drittes aus Ost und West, das man noch niemals gehört hat. „Was verbindet“, so die Initiatorin Catherine Aglibut, „ist der Wunsch nach Authentizität, emotionaler Tiefe und musikalischer Relevanz“.

Open Chamber sind Spezialist:innen für Alte Musik, die als Mitglieder renommierter Ensembles für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts vielfach ausgezeichnet wurden und weltweit gastieren.

„East Meets West“ ist Alte Musik aus Europa und China – aus der Open Chamber auf historischen Instrumenten des Westens, auch der chinesischen Rohrblattflöte Bahu, und Wu Wei auf der Mundorgel inspiriert und kunstvoll „ihr eigenes Ding“ machen. Die „liebliche Chineser Orgel“ erregte schon im 18. Jh. auch in Europa Aufsehen. Jetzt tut sie es mit Wu Wei, dem international bekanntesten Sheng-Virtuosen, der sich virtuos zwischen Alter und Neuer Musik, Jazz-Improvisation, Minimal Music und klassischer chinesischer wie europäischer Musik bewegt. Als Solist tritt er weltweit mit den größten Orchestern und berühmten Dirigenten auf.

Besetzung

Wu Wei Sheng Sheng, Erhu Martin Ripper Blockflöten, Bahu Catherine Aglibut Barockvioline Annette Rheinfurth Violone Christoph Sommer Theorbe, Barockgitarre

Programm

Pierre Phalese (1510–1573)
Pavane | Galliarde | Saltarello

Heinrich Schmelzer (1623–1680)
Sonata a tre

Tarquinio Merula (1595–1665)
La Cattarina

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704)
Preludio, aus: Mysteriensonate Nr. 1

Chinesisches Traditional
Jaos Tanzlied

Dario Castello (1602–1631)
Sonata Quarta Improvisation

Nicolaus Bruhns (1665–1697)
Sinfonia, aus: Hemmt Eure Tränenflut

Dario Castello
Sonata decima

Improvisation

Chinesisches Traditional
Der Fluss

Antonio Vivaldi (1678–1741)
La Follia

Chinesisches Traditional
Drachentanz

St. Petronilla

48157 Münster-Handorf
Petronillaplatz 3

Die erste Kirche, die der Hl. Petronilla geweiht war, wurde in Handorf um 1030 erbaut; sie war aus Holz. Das heutige Kirchengebäude wurde um 1700 fertiggestellt, 1864/65 der neugotische Kirchturm hinzugefügt. 1942 musste dieser auf Befehl des Luftgaukommandanten bis auf die Höhe des Dachfirsts abgetragen werden, weil er den Anflug zum nahen Militärflugplatz störte. Bis 1977 wurde die Kirche mehrfach erweitert, die abstrakten Kirchenfenster gestaltete Joachim Klos 1976. Seit 2008 beginnt an St. Petronilla ein Krippenweg, der zur Dyckburgkirche führt.

In Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde St. Petronilla www.st-petronilla.de