Schloss Nordkirchen ist das größte Wasserschloss Westfalens, eines der schönsten Europas und „ein Gesamtkunstwerk von internationalem Rang“ (UNESCO). Barocke Symmetrie und Eleganz prägen das „Westfälische Versailles“, das eine große Parkanlage umgibt. Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg ließ es von Gottfried Laurenz Pictorius, der sich an französischen, aber auch niederländischen Vorbildern orientierte, von 1703 bis 1712 errichten. Ab Mitte der 1720er Jahre übernahm Johann Conrad Schlaun, der bekannteste westfälische Barockarchitekt, die Bauleitung. Die gesamte Anlage wurde mit dem prächtigen Park 1734 fertiggestellt. Im Eigentum des Landes NRW, beherbergt die Anlage seit 1951 die Fachhochschule für Finanzen des Landes NRW und seit einigen Jahren die Reihe „Schlosskonzerte“ in der Oranienburg.
Das Summerwinds-Konzert findet im Festsaal der Oranienburg statt. Die Oranienburg im Westgarten war als Orangerie geplant. Der zweigeschossige Ziegelbau mit Mansarddächern und Pavillons an den Seiten wurde aber schon früh als Lustschloss genutzt. Den Festsaal mit der stuckverzierten Muldendecke entwarf Peter Pictorius, der Bruder von Gottfried Laurenz. Den Weg dorthin schmücken Skulpturen antiker Götter von Johann Wilhelm Gröninger (1721).
In Kooperation mit dem Kreis Coesfeld und der Gemeinde Nordkirchen | www.kreis-coesfeld.de | www.nordkirchen.de